Möbelbau

In der Werkstatt
Für unsere Möbel wählen wir Siebdruckplatten mit einer Stärke von 15mm. Das Material ist ein Kompromiss, was das Gewicht angeht. Da gibt es leichteres Material. Dafür lassen sich die Platten gut verarbeiten, haben eine strapazierfähige Oberfläche und lassen sich mit anderen Materialien verbinden.
Die Siebdruckplatten kaufen wir ganz im Obi. So kriegen wir die Platten günstiger, da der Zuschnitt wegfällt. Ausserdem sind wir im Zuschnitt in der eigenen Werkstatt flexibler. Mit der Tauchkreissäge und der Führungsschiene ist das Zuschneiden ein Kinderspiel.
Um die Zuschnitte zu verbinden, wählen wir Lamello, Weissleim und verschrauben zur Sicherheit mit einer innenliegenden Holzleiste die Platten. Auf der glatten Oberfläche hält der Holzleim zu wenig.

Isolation

Radkastenboxen…
…haben unseren Plunder aufgenommen.
Der Teppich muss raus!
Kein Kratzer - wie neu!
Februar 2017: Hunderte Seiten beschreiben den Innenausbau. Genau so viele Varianten gibt es. Ein Innenausbau soll vor allem das Reisematerial aufnehmen, leicht und sicher sein. Das, was täglich gebraucht wird, soll schnell zur Hand sein.
Zu guter letzt soll der Ausbau auch optisch gut daherkommen.
Sollen alle Kriterien erfüllt sein, tönt das nach gut schweizerischem Kompromiss!
Als erstes bauen wir alles aus. Die Radkastenboxen wechseln den Besitzer, der Teppich kommt raus. Nach einer gründlichen Reinigung kommt zuerst eine Isolationsmatte hinein, wie sie typischerweise unter einen Parkettboden kommt. Die Matte trägt wenige Millimeter auf, Isoliert und absorbiert Schall. Damit kein Wasser unter die Isolation kommt, wird er rundum angeklebt. Die Originalschrauben für die hintere Sitzreihe wollen wir zur Befestigung der Möbel verwenden. Das gibt Arbeit!
Anschliessend verlegen wir Vinyl-Platten. Die Haptik ist angenehmer als Linoleum, ausserdem nimmt Vinyl keine Feuchtigkeit auf. Die Holzoptik soll ein Gefühl von Wärme und Wohnlichkeit vermitteln.
Die Radkasten und die Wände werden mit X-Trem Isolator verkleidet. Holzleisten bilden die Auflage für die Möbel. Die Aufnahmen der Originalschrauben werden weiter genutzt, allerdings braucht es längere Schrauben.
Die Isolation wird am Rand angeklebt, damit keine Feuchtigkeit darunter geraten kann.
Vinylboden: Die Kleine Wohnstube nimmt Form an.
Zusammenstecken - Fertig! Auf jeden Fall fast, das Anpassen ist aufwändig, bis nur alle Löcher am richtigen Ort gebohrt sind.
Fertig
Das Verlegen des X-Trem Isolator ist einfach. Meistens klemmen die Platten so gut, dass sie nicht verklebt werden müssen.
Das Dröhnen hat deutlich abgenommen, Musikhören wieder möglich.
Absatz: Aluleisten schaffen einen sauberen Übergang.
Geklebt wird mit Sika 252i.
 
 
 

Sitzbox rechts

März 2017: Sie dient als Sitzmöglichkeit. Zusammen mit der umgeklappten Rückbank können zur Not vier Personen eng zusammengepfercht sitzen. In der Nacht wird sie zu einem Teil des unteren Betts, welches mit einer Breite von 105cm so breit ist, dass zwei Kinder darin schlafen können.
Hier werden Werkzeuge und Ersatzteile gelagert. Darüber bunkern wir die Esswaren.
Push-Locks halten die Box geschlossen. Moosgummi verhindert, dass Vibrationen die Kiste zum Dröhnen bringen.

Schrank links

In der Werkstatt sieht der Schrank schon einmal gut aus.
In der Werkstatt sieht der Schrank schon einmal gut aus.
April 2017: Bis jetzt stellt der Schrank hinten links die Königsklasse dar. Hier sollen verschiedene Gegenstände verstaut werden, welche unverändertere Masse haben und gut erreichbar sein sollen. Konkret heisst das: Küche, Kleider und Badezimmer, also das tägliche Leben. Weiter soll hier das Bett der Kinder sein, das heisst, ein weiteres Mass bestimmt das Aussehen des Schranks.
Jetzt fehlt noch ein bisschen Strom, schliesslich sollen hier auch noch iPad und Co geladen werden. Den Kühlschrank wollen wir von hier ein- und ausschalten können.
Zu guter Letzt soll der Schrank auch noch solide verankert werden, um Pisten und Vollbremsungen (an den Crash müssen wir auch denken…) zu überstehen.
Die Planungszeit ist entsprechend gross. Kompromisse werden unumgänglich. So zum Beispiel: Auf welche Seite sollen die Schranktüren öffnen, damit sie in möglichst allen Situationen nicht im Weg sind. Trotz viel Reiseerfahrung kommen dann doch wieder viele Unsicherheiten hoch.
In der Werkstatt sieht der Schrank schon einmal gut aus.
Kocher, Rako-Kiste für Badezimmer, Rako-Kisten mit Pfannen und Geschirr sind an Ort.
Kocher, Rako-Kiste für Badezimmer, Rako-Kisten mit Pfannen und Geschirr sind an Ort.
Die Matratzen passen. Die Liegefläche ist sehr komfortabel.
Praxistest: Erste Nacht (ohne Kids).
Der Schnee im Hintergrund ist echt, zum Glück haben wir eine Standheizung im Auto!
Improvisation: Anschlüsse für USB und Licht. So darf das natürlich nicht bleiben…
Sauber verkabelt und angeschlossen, zusätzlich mit einem Steckplatz für den Ventilator. Schliesslich wird alles noch mit einer Abdeckung verdeckt.
Mittlere Box
Platte einsetzten (die ist normalerweise auf dem Boden), Rückbank umgeklappt, Matratzen drauf, fertig ist das Bett für die Kinder.

Auch das Dach wird isoliert!

Zuschneiden mit Schablone.
Einpassen der Isolationsplatten.
Im Zusammenhang mit dem Einbau der Solaranlage muss die Verkleidung des Dachs herausgenommen werden. Die Verkleidung nimmt wertvollen Platz weg (zwischen Verkleidung und Dach sind einige Zentimeter Luft) und isoliert eigentlich gar nicht.
Ich entscheide mich, auch das Dach mit Extremisolator auszukleiden. Pattex Kraftkleber soll angeblich auch grosse Hitze aushalten. So passe ich alle Stücke ein, frei bleiben im Moment nur die Streben. Die werden dann auch noch überdeckt, sonst bildet sich da Kondenswasser.
Damit wir genug Platz für Decken und Kissen haben, wählen wir für die Isolationsmatte eine Stärke von 1cm aus.