Unser erster

Wir kaufen die «Fundgrueb», surfen im Netz und schauen bei verschiedenen Occasionshändlern vorbei. Wir stellen schnell fest, dass die Landys nicht von den Bäumen fallen. Die Suche gestaltet sich als schwierig. Plötzlich entdecken wir einen 20 Jahre alten 110 V8. Er war Arbeitsgerät für den Freileitungsbau, ausgerüstet mit einer Seilwinde und einem stabilen Dachträger. Der Preis ist in Ordnung und der Zustand lässt Gutes vermuten. Wir kaufen ihn.
Durch die Sahara geht's nur mit einem Landrover. So haben wir das in unseren Köpfen: In den alten Abenteuerfilmen aus Afrika fahren die doch immer in Landys herum. So ist es für uns klar, dass unsere Westafrikareise 2004 auch mit einem Landy zu bewerkstelligen ist.

Die Testreise und der Sinneswandel

Nun, bevor er uns durch die Sahara bringt, soll er uns durch Frankreich an den Atlantik bringen. Im Hitzesommer 2003 durchqueren wir das Land der Sonne, des Käse und des Weines. Uns ist oft zum Weinen: Der Benzinverbrauch ist unmöglich hoch (20 Liter auf 100 km), die Wärmeentwicklung im Getriebe wäre im Anbetracht der herrschenden Sommerhitze nicht nötig und der Lärm ist ohrenbetäubend. Der Komfort ist bescheiden - immerhin gibt es Sitze, wenn auch ohne Nackenstützen - und die Kraft, die ein V8 vermuten lässt, bringt wenig Hühnerhauteffekt. Kurz: Die Enttäuschung ist gross, die Ernüchterung komplett.